Welches Content Management System sollte ich nutzen?
(Teil 2)

In unserem letzten Artikel haben wir die beliebtesten und am weitesten verbreiteten Content Management Systeme näher betrachtet und ihre Vorteile und Nachteile aufgezeigt. Im zweiten Teil unserer Beitragsreihe zum Thema CMS möchten wir uns mit Systemen zum Erstellen von Onlineshops sowie mit Content Management Systemen, die vielleicht weniger bekannt sind, befassen.

Die beliebtesten Content-Management-Systeme für Online Shops

1. Shopfiy

Shopify ist ein Content Management System für Onlineshop-Betreiber. Es eignet sich sowohl für E-Commerce-Einsteiger als auch für Erfahrene. Hier findet jeder ein passendes Design, das bereits mobil optimiert ist. Shopify ist zwar nicht kostenlos, die Kosten sind jedoch überschaubar. Als Onlinehändler lohnt es sich, in ein gutes Content Management System zu investieren. Denn die Produktpflege ist denkbar einfach, genau wie die Benutzeroberfläche. In Shopify lassen sich zahlreiche Zahlungsanbieter integrieren sowie diverse Marketingtools, wie etwa Mailchimp für Ihren Newsletter oder Google Analytics für Ihre Werbeanzeigen.Zwecke zu finden.

Eignet sich gut für:

  • Kleine und große Onlineshops

Nicht geeignet für:

  • Websites & Blogs

Vorteile

Nachteile

Schnelle und kosteneffiziente Installation Provisionszahlung an Shopify für jede Bestellung
Schneller Einstieg für Einsteiger dank übersichtlicher Nutzeroberfläche Änderungen am Backend nur begrenzt möglich
Einfachere Produktpflege als z.B. bei Magento Mehrsprachig nur mit Plugins möglich
Mehrere Mitarbeiter-Zugänge möglich User verlässt im Checkout Prozess das eigentliche Shop Layout

2. Magento

Ein weiteres beliebtes Content Management System für Onlineshops ist Magento. Es ist allerdings etwas komplizierter zu bedienen als Shopify und eventuell werden Programmierkenntnisse benötigt. Es gibt eine kostenlose Basis Version. Alle Funktionen, die für einen Onlineshop wichtig sind, wie etwa Skalierbarkeit, Anbindung an externe Dienstleister, Mehrsprachigkeit, diverse Marketing-Optionen etc. bringt Magento in jedem Fall mit.

Eignet sich gut für:

  • Mittlere bis große Onlineshops

Nicht geeignet für:

  • Websites & Blogs

Vorteile

Nachteile

Große Community für Fragen & Antworten Mehr Programmierkenntnisse als bei Shopify benötigt
Neue Funktionen können mit Erweiterungen hinzugefügt werden Kann kostenintensiv werden
Hohe Skalierbarkeit Hosting erforderlich
Unterstützt die Suchmaschinenoptimierung

3. Shopware

Shopware wird von mehr als 100.000 Onlinehändlern genutzt und bildet mit einem Mix aus Technik und Design die optimale Voraussetzung für einen erfolgreichen Onlineshop. Das System lässt sich leicht bedienen und ist übersichtlich gestaltet. Die mehr als 1500 Themes und Templates sind sowohl kostenlos und kostenpflichtig, aber besonders wichtig – mobil optimiert. Wer ganz neu im Onlinehandel ist, kann sich für die Installation seines Onlineshops in zahlreichen Tutorials Hilfe holen. Die Anbindung verschiedenster Dienstleister für Zahlungen etc. ist natürlich ebenso gewährleistet.

Eignet sich gut für:

  • kleine E-Commerce Händler und Start-ups
  • Mittlere bis große Onlineshops

Nicht geeignet für:

  • Websites & Blogs

Vorteile

Nachteile

Große Community für Fragen & Antworten Hohe Preise ab der Professional Edition
Einfache Einrichtung Vergleichsweise geringe Anzahl an Plugins
Intuitiv bedienbare und klar strukturierte Nutzeroberfläche Anbindung an Social Media kostenpflichtig
Über 1500 individuell anpassbare Themes und Templates

4. PrestaShop

PrestaShop ist eine kostenlose Open Source Lösung für die Erstellung von Onlineshops und somit ideal für kleine Unternehmer und Start-ups. Doch leider bleibt es nicht bei der kostenlosen Version, denn viele Funktionen sind nur durch kostenpflichtige Plugins möglich. Mehrsprachigkeit und Anbindung an Zahlungsanbieter sind gegeben. Der Shop kann mit zahlreichen Themes, Modulen und Erweiterungen an Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Eignet sich gut für:

  • Kleine und größere Webprojekte
  • Onlineshops jeder Größe

Nicht geeignet für:

  • Websites & Blogs

Vorteile

Nachteile

Kostenlose Basis Version Erweiterungspakete teilweise im höheren Preissegment
Über 10.000 kostenlose und zahlungspflichtige Erweiterungen vorhanden Erweiterungspakete teilweise im höheren Preissegment Kundendienst nur mit zahlungspflichtigem Vertrag möglich
Unterstützt die Suchmaschinenoptimierung

Content-Management-Systeme, die Sie vielleicht noch nicht kennen

1. Drupal

Das Open Source CMS Drupal ist mit seiner Installation noch extrem schlank, lässt sich jedoch durch über 40.000 Erweiterungen individuell aufrüsten. Daneben gibt es für etliche Einsatzszenarien bereits fertige Templates. Nutzern steht im Falle von Fragen und Problemen eine große Community zur Seite.

Eignet sich gut für:

  • kleine und mittlere Social-Publishing- und Community-Projekte
  • dynamische Websites mit User-generated Content

Vorteile

Nachteile

Große Auswahl an Erweiterungen vorhanden Aufwendige Installation und Einrichtung
Individuell gestaltbares Backend Backend nicht ganz leicht anpassbar
Multi-Domain-Management Meist viele Nachinstallationen notwendig

2. Neos

Wer sein Content Management System mit dritten Systemen, wie ERP, CRM, Shops o.Ä. verknüpfen möchte, dem ist Neos zu empfehlen. Es handelt sich um eine Open Source Lösung, die sehr benutzerfreundlich ist und den Fokus auf Content Publishing legt. Neos arbeitet mit einem WYSIWYG-Editor, was bedeutet, dass Redakteure den Content direkt im Layout der späteren Seite bearbeiten können. Auch Responsive Design wird hier groß geschrieben: Für die verschiedenen Ansichten der Seite auf dem Tablet oder Smartphone braucht der Nutzer diese gar nicht zu verlassen und kann die Inhalte direkt für mobile Geräte optimieren. Es gibt Benutzer- und Gruppen-Workspaces sowie die Möglichkeit, verschiedene Versionen von Inhalten für unterschiedliche Zielgruppen zu erstellen.

Eignet sich gut für:

  • Größere Websites
  • Onlineshops

Nicht geeignet für:

  • Kleine Websites, da Einarbeitungsaufwand zu hoch

Vorteile

Nachteile

WYSIWYG-Editor (Inline-Editing) Einrichtungsaufwand für kleinere Websites lohnt sich kaum
Aktive Community mit eigenem Neos-Slack-Channel Viel Einarbeitungszeit für Neueinsteiger notwendig
Aktive Community mit eigenem Neos-Slack-Channel Professionelle Ansprüche an das Hosting durch großen Funktionsumfang
Erweiterungen sind leicht möglich

3. Redaxo

Vielleicht noch ein Geheimtipp untern den Content Manegement Systemen ist Redaxo. Es ist ein übersichtliches CMS, das vor allem im deutschsprachigen Raum gern zum Einsatz kommt. Redaxo verfügt über zahlreiche Erweiterungen und Module für individuelle Anforderungen.

Eignet sich gut für:

  • Kleine und komplexere Websites

Vorteile

Nachteile

Einfache und übersichtliche Nutzeroberfläche Umständliche Template-Anpassung
Vergleichsweise geringe Belastung der Datenbank Nur begrenzt für Suchmaschinen tauglich

4. Blogger

Blogger ist ein CMS von Google und hat all jene als Zielgruppe – wie der Name bereits verrät, die einen Blog erstellen und betreiben möchten. Blogger kann selbst ein blutiger Internet-Anfänger nutzen, denn die Bedienung ist intuitiv und sehr benutzerfreundlich. Das System punktet mit seiner großen Anzahl an Designvorlagen sowie der schnellen Integration von Google AdSense.

Eignet sich gut für:

  • Blogs

Vorteile

Nachteile

Kostenlos und damit ideal für Einsteiger Explizit auf Blogging-Funktionen ausgerichtet
Zahlreiche Designvorlagen vorhanden Keine Erstellung von Landing Pages möglich
Sehr leichte Bedienung

Bei Fragen zum Thema Website- und Onlineshop Erstellung kontaktieren Sie uns gern unter 040 325 925 300 oder schreiben Sie eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Wir freuen uns, Sie bald wieder auf unserem Blog begrüßen zu dürfen, wenn wir die Frage beantworten: Wie viel kostet eine Website?