Wie ist eine Website aufgebaut?

Nachdem wir uns im letzten Blogbeitrag dem Thema gewidmet haben, was eine gute Website ausmacht, wollen wir mit diesem Artikel der Frage nachgehen: Wie ist eine Website aufgebaut? Wenn Sie wissen möchten, wie eine Website eine gute Struktur erhält, dann am besten jetzt weiterlesen!

Die Website-Struktur

Die Website-Struktur ist im Grunde nichts weiter als der Aufbau Ihrer gesamten Internetseite. Gut strukturiert, gibt sie alle Inhalte logisch und sinnvoll aufeinander aufbauend wieder. Die Website-Struktur lässt sich bereits an der Navigation erkennen.

Die gesamte Struktur einer Website, aber auch die der einzelnen Beiträge, sind ein entscheidendes Qualitätskriterium für Google. Für die Suchmaschine ist es sehr wichtig, dass alle Inhalte sinnvoll angeordnet und in sich gut strukturiert sind. Mehr zum Thema SEO und Website-Struktur folgt weiter unten im Text.

Bevor Sie eine Website erstellen, sollten Sie sich über die Ziele Ihrer Homepage im Klaren sein. Soll sie nur informieren, die Bekanntheit Ihrer Marke vergrößern oder Produkte bewerben? Das Ziel einer Website bestimmt im Wesentlichen ihre Struktur.

So sieht eine typische Website-Struktur aus

In der Regel ist das Hauptmenü einer Homepage wie folgt aufgebaut:

  • Startseite
  • Thema 1
    • Unterthema 1.1
    • Unterthema 1.2
  • Thema 2
    • Unterthema 2.1
    • Unterthema 2.2
  • Über uns
  • Kontakt

Die Website einer Tierfuttermarke könnte demnach beispielsweise so aussehen:

  • Startseite
  • Katzenfutter
    • Katzenfutter Junior
    • Katzenfutter Senior
  • Hundefutter
    • Hundefutter Welpen
    • Hundefutter Senior
  • Über uns
  • Kontakt

Jedes Thema und Unterthema erhält eine eigene Seite mit einer eigenen URL.

Die Startseite

Die Startseite ist quasi die Eingangstür in Ihre Homepage und bildet den Ausgangspunkt für alle weiteren Themen. Auf der Startseite einer Website kann der Besucher bereits erahnen, was ihn hier erwartet. Großflächige Bilder, Banner und Überschriften vermitteln einen ersten Eindruck der Marke. Von der Startseite aus gelangt Ihr potenzieller Kunde zu diversen anderen Themenseiten. Dennoch dient die Startseite nicht als Navigation. Leiten Sie Ihre Besucher mittels Call to Actions, also Buttons oder Links mit klaren Handlungsaufforderungen zum Weiterklicken auf Ihre Unterseiten.

Besonders große Onlineshops oder Webseiten mit sehr vielen Inhalten neigen dazu, ihre Startseite zu überfüllen. Manchmal ist weniger jedoch mehr. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche und präsentieren Sie Ihr Angebot von seiner besten Seite, sodass Ihre Kunden sofort interessiert sind.

Die Themenseite

Bei der Website Erstellung müssen Sie das Rad nicht neu erfinden. Jede einzelne HTML-Seite ist in der Regel immer gleich aufgebaut und besteht aus vier Bereichen:

  • Header
  • Navigation
  • Inhalt
  • Footer

Der Header und die Navigation

Der Header ist auf jeder Seite gleich und beinhaltet neben der Navigation als wichtigsten Bereich ggf. folgende weitere Elemente:

  • Ihr Logo
  • die Sprachauswahl
  • ein Suchfeld
  • eine Login-Funktion für das Benutzerkonto
  • bei Onlineshops ein Warenkorb-Symbol

Website-Besucher sind es gewohnt, das Hauptmenü einer Website rechts oder links unter dem Header, nebeneinander angeordnet, zu finden. Wo sich Ihr Menü befindet, spielt zwar für Google keine Rolle, Ihr potenzieller Kunde könnte jedoch eine Navigation, die unten oder irgendwo versteckt am Rand platziert ist, leicht übersehen.

Denken Sie beim Aufbau Ihres Hauptmenüs immer daran, Ihre Kunden möglichst schnell zum Ziel zu führen. Erleichtern Sie ihnen das Shoppen bzw. das Finden von Informationen. Zudem sollten sie immer wissen, wo auf Ihrer Website sie sich aktuell befinden. Das ist beispielsweise sehr gut durch das Einsetzen von Breadcrumbs möglich. Sie zeigen den aktuellen Pfad der Seite, was z.B. so aussehen kann:

Start > Katzenfutter > Katzenfutter Junior

Der Inhaltsbereich

Als Markenbetreiber kennen Sie Ihren Content selbst am besten. Bauen Sie ihn daher logisch und seiner Wichtigkeit nach auf. Was interessiert Ihre Zielgruppe am meisten? Welche Infos sollten gleich zu Beginn eines Textes auf keinen Fall fehlen? Gliedern Sie Texte so, dass der Kunde das Wesentliche sofort erfasst und lockern Sie große Textabschnitte mit Zwischenüberschriften, Bildern, Grafiken oder Infokästen auf.

Egal, wie umfangreich Ihre Website aufgebaut ist – interne Verlinkungen sind immer wichtig. Sie leiten den User zu weiterführenden Themen oder Inhalten, die ihn ebenfalls interessieren könnten. Interne Links können passend im Fließtext platziert werden oder offensichtlich am Ende eines Textes.

Der Footer

Der Gegenspieler zum Hauptmenü ist der Footer, der sich ganz unten einer Website-Struktur befindet. Er bietet Platz für wichtige, aber nicht primäre Verlinkungen. Hier gelangen Ihre Besucher zum Impressum, zu den AGBs, zur Datenschutzseite sowie einer Kontaktseite (auch wenn diese bereits im Hauptmenü verlinkt wurde). Außerdem können Sie hier auch direkt Kontaktdaten angeben und Ihre Social Media Kanäle verlinken. Auch Copyright Informationen und weitere Seitenlinks, die in der Hauptnavigation keinen Platz gefunden haben, sind hier gut aufgehoben.

Website-Struktur und SEO

Wie bereits zu Beginn erwähnt, ist eine durchdachte Website-Struktur ein sehr wichtiger SEO-Aspekt. Eine gute Navigation ist wichtig, damit Google Ihre Website besser versteht. Die wichtigsten Punkte für die Navigation einer optimierten Website sind:

  • Orientieren Sie Ihre Website-Struktur am User-Verhalten
  • Nutzen Sie wichtige Keywords als Navigationselemente
  • Verzichten Sie auf JavaScript oder Flash in der Navigation, nutzen Sie reines HTML
  • Erstellen Sie idealerweise für jedes wichtige Keyword, für das Sie ranken möchten, eine eigene URL (Vorsicht: nicht mit den Unterseiten übertreiben!)
  • Bauen Sie das Keyword in die URL einer Unterseite ein

Interne Links

Google mag interne Links auf Webseiten. Auf diese sollten Sie keinesfalls verzichten. Es gibt zwei Arten von internen Links:

Vertikale Verlinkung: Ein vertikaler Link verweist von einer höheren hierarchischen Seite auf eine Unterseite. Klassischerweise ist dies z.B. die Verlinkung von der Startseite auf einen Blogbeitrag oder auf eine Kategorieseite in einem Onlineshop.

Horizontale Verlinkung:

Horizontale Verlinkungen werden auch Related Links genannt. Hierbei werden ähnliche Inhalte miteinander verlinkt, ohne dass sie sich hierarchisch unterscheiden. Ein horizontaler Link ist die Verlinkung zweier Unterseiten, die sich auf der gleichen Ebene der Website-Struktur befinden.

HTML oder CMS Baukasten?

Sie können Ihre Website mittels HTML bauen. Dies erfordert jedoch professionelle Programmierkenntnisse – und Zeit. Dagegen gibt es mittlerweile viele gute Content Management Systeme (CMS), wie z.B. WordPress, TYPO3 oder Joomla auf dem Markt. Sie bieten bereits eine passende Benutzeroberfläche zum individuellen, aber sinnvollen Aufbau einer Website.

Die Website-Struktur eines One Pagers

Ein One Pager besteht nur aus einer einzigen Seite und ist demnach das komplette Gegenteil einer Website, die aus mehreren Unterseiten besteht. Dennoch kommt der One Pager häufig zum Einsatz.

Hier lesen Ihre Besucher alle relevanten Informationen, die sie normalerweise auf verschiedenen Unterseiten finden, auf einer einzigen Seite.

Braucht ein One Pager eine Navigation?

Auf jeden Fall! Auf einem One Pager werden alle Inhalte dynamisch nachgeladen. Damit Ihre Kunden nicht den Überblick verlieren und ziellos über die Seite scrollen, bedarf es einer speziellen Navigation. Diese unterscheidet sich jedoch gar nicht so stark von der Navigation einer mehrseitigen Website. Sie befindet sich im besten Fall auch oben links oder rechts, ist aber fixiert. Die fixierte Navigationsleiste bleibt immer im Bild, während der User scrollt. So kann er jederzeit auf Themen klicken, die ihn interessieren und springt folglich direkt zum jeweiligen Inhaltsabschnitt.

Sie können Ihre Website-Besucher nicht nur über die Navigation zu den verschiedenen Themen leiten. Sprungmarken und Call to Actions eignen sich ebenfalls dafür. Bei einer guten Navigation eines One Pagers weiß der User immer, wo auf der Seite er sich gerade befindet.

Für wen eignet sich ein One Pager?

Der aktuelle Webdesign-Trend ist zwar eine nette Abwechslung, kommt aber nicht für jeden in Frage. Wer sehr viele Informationen und Inhalte, gegliedert in unterschiedliche Kategorien, präsentieren möchte, für den ist ein One Pager weniger geeignet. Die Folge wäre eine sehr überfüllte einzige Seite, die am Ende zur Unübersichtlichkeit neigen könnte.

One Pager eignen sich beispielsweise für Marken, die ein Produkt verkaufen und dazu eine Geschichte erzählen möchten. Denn One Page Designs sind ideal für Storytelling. Sie bieten die Chance, das Produkt Schritt für Schritt vorzustellen und beinhalten am Ende fast immer einen Call to Action, der zum Kauf oder zur Anmeldung auffordert.

Haben Sie Fragen zur Website-Struktur oder möchten Sie, dass wir uns um einen professionellen Aufbau Ihrer Website kümmern? Dann Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Sie uns gern telefonisch oder per Mail! Wir freuen uns, Sie demnächst wieder auf unserem Blog begrüßen zu dürfen, wenn wir die Frage beantworten „Wie erstelle ich eine Website?“.